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© Tourismus NRW e.V.

Bonn und Rhein-Sieg-Kreis, Nordrhein-Westfalen

Naturpark Siebengebirge | Drachenfels

Naturparks

Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg

Das Siebengebirge im gleichnamigen Naturpark südöstlich von Bonn zeigt dir eine wunderschöne Vielfalt in Geologie, Flora und Fauna mit schluchtenartigen Tälern, bewaldeten Gipfeln und großem Tier- und Pflanzenreichtum.

Jetzt reinhören!

Willkommen im Naturpark Siebengebirge

Das Siebengebirge ist ein rechtsrheinisches, im Südosten von Bonn und im Bereich der Städte Königswinter und Bad Honnef gelegenes Mittelgebirge, das aus mehr als 50 Bergen und Anhöhen besteht. Es ist vulkanischen Ursprungs und vor etwa 25,5 Millionen Jahren im Oligozän entstanden. Die letzte vulkanische Aktivität ereignete sich im Miozän und führte zur Entstehung des Petersberges.

Das Siebengebirge gehört komplett zum Naturpark Siebengebirge, einem der ältesten Naturparke Deutschlands. Der Schutz ist in einem spezifischen Regelwerk geregelt. Das Naturschutzgebiet Siebengebirge mit noch stärkeren Schutzvorschriften ist etwas enger gefasst, enthält gleichwohl, neben dem nördlich angrenzenden Westteil des Ennert und der sich im Süden ans Gebirge anschließenden Nordhälfte des Rheinwesterwälder Vulkanrückens, das komplette Siebengebirge. Es ist das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet Nordrhein-Westfalens. Das Siebengebirge wurde 2006 in die Liste der 77 ausgezeichneten Nationalen Geotope aufgenommen.
Der Naturpark Siebengebirge umfasst ein Areal von 4800 ha und ca. 200 km ausgeschilderte Wanderwege. Die Eigentümer des Siebengebirges sind die Städte Bad Honnef und Bonn, der Verschönerungsverein Siebengebirge, die Bundesrepublik Deutschland, die ehemalige Mannesmann AG (nicht endgültig geklärte Besitznachfolge) sowie zahlreiche kleinere Waldbesitzer. Der Naturpark Siebengebirge dient heute als Erholungsgebiet und wird bis auf die Teile des Naturschutzgebietes land- und forstwirtschaftlich (geregelte Abholzung, Anbau von Wein, Getreide etc.) genutzt.
Das Siebengebirge grenzt südöstlich zwar unmittelbar an den (naturräumlichen) Westerwald, wird jedoch bereits zum Mittelrheingebiet (Unteres Mittelrheingebiet) gezählt. Während die Grenze im Süden durch das Schmelztal und im Osten durch das Logebachtal markiert wird, ist sie im Westen (Rheintal) und Norden (Ennert) weniger eindeutig ausgeprägt.

Die Entstehung der Bezeichnung „Siebengebirge“ ist nicht eindeutig geklärt. Es existieren verschiedene Erklärungen: 1. Die älteste Namensnennung (Moller, 1590) lautet Sieben Berge (septem montes). Je nach Blickrichtung rheinauf- oder abwärts erkennt man tatsächlich etwa sieben Berge, obwohl sie nicht immer dieselben und auch nicht die höchsten sind. Diese Erklärung ist die landläufig meistgenannte, wenn auch in der nicht ganz richtigen Form, dass die Bezeichnung „Siebengebirge“ genau auf die sieben Hauptgipfel hinweist. Vielmehr steht die Zahl sieben häufig symbolisch für Gesamtheit, z. B. „Siebensachen“ oder auch „Siebenbürgen“.

2. Außerdem erscheint die, auch als magisch betrachtete, Zahl 7 naheliegend für ein Gebirge, das bis zum beginnenden 19. Jahrhundert als abweisend, schwer durchdringlich, unheimlich und als Schauplatz von Sagen und Spukgeschichten galt. Z. B. staute sich einer Legende nach der Rhein an dieser Stelle, weil sich dort eine Hügelkette befand. Hinter dieser Kette lag eine Stadt, die darunter litt, dass sie kein Wasser bekam. Also beschlossen die Bürger, sieben Riesen damit zu beauftragen, den Rhein zu befreien. Nach getaner Arbeit reinigten die Riesen ihre Spaten, und so entstanden die Berge. Eine andere Version, rheinaufwärts angesiedelt,lautet:
"Sieben Riesen wurden aus Holland gerufen, um das Binger Loch zu graben, damit der Rhein abfließen konnte. Nach getaner Arbeit rasteten sie auf dem Heimweg nach Holland bei Königswinter und stießen ihre Spaten in die Erde. Als sie weiterzogen, blieben die Erdbrocken von den Spaten als sieben Berge zurück."
3. Sieben könnte durch Volksetymologie aus dem ripuarischen Wort "Siefen" entstanden sein, das ein feuchtes Bachtal bezeichnet, oder aus Sieden, wegen der Seifensieder, die in den Tälern tätig waren; da das Seifensieden mit Geruchsbelästigung verbunden ist, sei dieser Berufszweig aus den umliegenden Ortschaften in die abgelegenen Täler verlagert worden. Für diese volksetymologischen Erklärungen gibt es jedoch keine Belege. Bereits die älteste historisch nachgewiesene Bezeichnung lautet, wie oben erwähnt, nach der Zahl sieben.

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